Eine Feier von allen und für alle

Eine Feier von allen und für alle

Herne. Seit mittlerweile zehn Jahren ist der ökumenische inklusive Gotesdienst in Herne ein besonderes Zeichen gelebter Gemeinschaft. Menschen mit und ohne Beeinträchtigung feiern und gestalten ihn gemeinsam – in der Kreuzkirche oder in der St. Bonifatiuskirche in der Herner Innenstadt. Am Sonntag, 22. November, feiert der Gottesdienst also nicht nur Glauben und Teilhabe, sondern auch sein rundes Jubiläum. Die Vorbereitungen dafür haben bereits jetzt begonnen. 

„Wir überlegen, wie wir den Gottesdienst in diesem Jahr gemeinsam mit den Menschen gestalten wollen, die ihn mitfeiern“, erklärt Dörte Sauer, Mitarbeiterin vom Wittekindshof in Herne. Sie organisieren derzeit weitere Termine mit Männern und Frauen, die die Angebote der Stiftung in Herne und Oberhausen nutzen und Interesse haben, den Gottesdienst aktiv mitzugestalten. Für die kommenden Monate sind Treffen mit den Teilnehmenden geplant. Dann wird es um das Motto, die liturgischen Elemente, die Musik oder die Lesungen gehen. Alles wird gemeinsam erarbeitet – wie immer in den vergangenen zehn Jahren.

Im Januar trafen sich die Partner des Kooperationsprojekts nun zum ersten Mal, um Weichen für den zehnten Gottesdienst zu stellen. Das Vorbereitungstreffen fand statt im Haus Haard in Oer-Erkenschwick mit Pfarrer Christian Möring von der Diakonischen Stiftung Alsterdorf als Referenten. Als Teilnehmende waren dabei Katja Lueg, Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Haranni und der Gehörlosenseelsorge, Marita Wolniak vom Kreissynodalvorstand des Kirchenkreises Herne, Gilbert Krüger als Synodalbeauftragter des Kirchenkreises Herne für Inklusion, Anja Fecke, Diözesanbeauftragte für Seelsorge für und mit Menschen mit Behinderung, sowie Vertreter der Lebenshilfe Herne und der Diakonischen Stiftung Wittekindshof. 

Der inklusive Gottesdienst in Herne ist ein Kooperationsprojekt des Evangelischen Kirchenkreises Herne, des Dekanats Emschertal, der Diakonischen Stiftung Wittekindshof und der Lebenshilfe Herne/ Wanne-Eickel e.V. Seit genau zehn Jahren wird er in dieser Form gefeiert und hat sich zu einem festen Bestandteil des kirchlichen Lebens in Herne entwickelt. Der Gottesdienst wird in Leichter Sprache und Gebärdensprache gefeiert. Klientinnen und Klienten des Wittekindshof übernehmen etwa Lesungen, bringen musikalische Beiträge ein, gestalten Gebete oder schmücken den Altarraum. „Es geht darum, dass alle ihre Gaben und Talente einbringen können und dass Gottesdienst wirklich von allen und für alle gefeiert wird“, betont Dörte Sauer. 

  • Stehend von links: Rainer Battling (Lebenshilfe Herne), Dörte Sauer (Diakonische Stiftung Wittekindshof), Marita Wolniak, Pfarrerin Katja Lueg, Pfarrer Christian Möring (Diakonische Stiftung Alsterdorf) und Anke Marhold (Diakonische Stiftung Wittekindshof). 
  • Sitzend von links: Anja Fecke (Diözesanbeauftragte Seelsorge für und mit Menschen mit Behinderung), Svenja Krüger (Arbeitskreis Inklusion) und Gilbert Krüger. 
  • Im Kaminzimmer in Haus Haard starteten die Vorbereitungen auf den zehnten Inklusiven Gottesdienst in Herne. FOTOS: PRIVAT

Weitere Nachrichten

One Billion Rising 14.02.2026

church and paint

Pressemitteilung des KOK e.V. Online-Anlaufstelle Menschenhandel gestartet