Der Tod auf dem Nil? Vom Kolonial-Krimi zur postkolonialen Wirklichkeit Vortrag mit Filmeinspielungen

1937 erschien Agatha Christies berühmter Kriminalroman „Tod auf dem Nil“ - bis heute mehrfach verfilmt. Christie reiste – wie Churchill - in die damalige britische Kolonie, fasziniert von den archäologischen Ausgrabungen (etwa: 1922 das Grab Tutanchamuns in Luxor). Der koloniale Charme des "Winterpalastes" in Luxor und des "Old Cataract Hotels" in Assuan, in denen Christie einst weilte, lässt sich noch heute nacherleben. Während die Touristen die Tempelanlagen der Pharaonen bestaunen, kämpfen die meisten Ägypter:innen ums ökonomische Überleben. Handtuchverkäufer in kleinen Ruderbooten setzen zwischen den großen Kreuzfahrschiffen ihr Leben aufs Spiel. Der Smog der Nildampfer verpestet die Luft. Vor den Tempelanlagen in Luxor picknicken Familien im Plastikmüll. Und das Überqueren einer Straße in Assuan könnte dein letztes Abenteuer sein, denn du blickst jedes Mal dem Tod ins Auge. Der Vortrag vergleicht Biografisches von Christie und Auszügen aus ihrem Kolonial-Krimi mit der postkolonialen Wirklichkeit im oberen Niltal. 
 

vhs im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1, 44623 Herne / Anmeldung über www.vhs-herne.de, Kurs-Nr. 2088

Referent: Dr. Torsten Reters 
Veranstalter: Fachstelle Eine Welt des Ev. Kirchenkreises Herne und vhs Herne