Fair Fashion Forum Ruhr – NRW 2026 in Düsseldorf

Fair Fashion Forum Ruhr – NRW 2026 in Düsseldorf

Unter der Überschrift „“Fair Fashion im Handel - zwischen Unique Selling Point und Business as Usual” tagte das sechste Fair Fashion Forum Ruhr - NRW am 27. Oktober in Düsseldorf. Gastgeber war die AMD Akademie Mode & Design, Fachbereich Design der Hochschule Fresenius. Die Konferenz beleuchtete aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Chancen für den (fairen) Modehandel in einem schwierigen Marktumfeld. 

„Das Thema ist komplex, aber für Nachhaltigkeit benötigt man keine Aufnahmeprüfung", resümierte Modejournalistin und Trendanalystin Cheryll MIn ihrer einführenden Keynote skizzierte sie die Rahmenbedingungen und gesetzlichen Regularien in Deutschland und auf EU-Ebene zur Gestaltung einer nachhaltigeren Modeindustrie. Sie stellte grundsätzlich die Frage nach der Verantwortung von Verbraucher:innen, Produzenten, Handel und der Politik. 

Die aufgeworfenen Fragen und Schritte zu einer nachhaltigeren globalen Modeindustrie diskutierten anschließend fünf Panelteilnehmerinnen aus ihrer jeweiligen Perspektive: 

  • Berivan Aymaz, MdL, Vizepräsidentin des Landtags NRW und Sprecherin für Europa, Internationales und Eine Welt der Grünen Landtagsfraktion NRW 
  • Dr. Natalie Fohrer, Senior Sustainability Managerin Peek & Cloppenburg Düsseldorf 
  • Dr. Monika Hauck, Repair Rebels 
  • Lavinia Muth, Post-Sustainability Consultant 
  • Daniela Perak, Inhaberin roberta organic fashion

Weitgehend einig waren die Panel-Teilnehmerinnen, dass Reparaturen von Textilien und Schuhen stärker unterstützt werden sollten. Second Hand Kleidung wird zu einem immer wichtigeren Aspekt im Einzelhandel und sollte noch stärker in den regulären Modehandel integriert werden. Die neuen Vorgaben der EU zum Greenwashing, zum Lieferkettengesetz, zum Umgang mit Textilabfällen etc. wurden insgesamt als Schritte in die richtige Richtung bewertet. Entscheidend sei allerdings die konkrete Umsetzung und die Kontrolle.

In der Diskussion ging es ganz konkret um die Auswirkungen, die gesetzliche Regelungen für den lokalen stationären Einzelhandel haben. Dieser steht nicht nur angesichts eines wettbewerbsorientieren Markumfelds vor großen Herausforderungen, sondern hat auch mit Rahmenbedingungen wie niedrigerer Frequenz, hoher Inflation sowie geringer Konsumbereitschaft zu kämpfen. 

Beim anschließenden Networking-Event Worldcafé und in vier praktischen Workshops mit Themen wie Ultra Fast Fashion oder Gemeinwohlökonomie konnten die rund 80 Teilnehmenden aus Wissenschaft, Handel, Zivilgesellschaft und Kommunen ihr Wissen um verschiedene Aspekte der Modebranche und ihre globalen Auswirkungen vertiefen.

Die Konferenz wurde von Fachstelle Eine Welt des Ev. Kirchenkreises Herne in Kooperation mit der AMD Akademie Mode & Design Düsseldorf/Fachbereich Design Hochschule Fresenius, der Fairen Metropole Ruhr, dem Seminar für Kulturanthropologie des Textilen der TU Dortmund, dem Eine Welt Netz NRW sowie dem Eine Welt Forum Düsseldorf veranstaltet. Die Koordination lag bei Eine-Welt-Promotor Markus Heißler.

Fotos:

  1. Lavinia Muth (Post-Sustainability Consultant), Markus Heißler (Eine-Welt-Promotor NRW), Prof. Ina Köhler (AMD Akademie Mode & Design), Dr. Nadine Fohrer (Peek & Cloppenburg), Dr. Monika Hauck (Repair Rebels) 
  2. Cheryll Mühlen (Modejournalistin)

 Fotonachweis: Hochschule Fresenius

 

Weitere Nachrichten

Herzliche Einladung zum „plusZeichen Gottesdienst“

Fair Fashion Forum Ruhr – NRW 2026 in Düsseldorf

Faire Woche 2026 in Herne und Wanne-Eickel