Die Spitzenkandidat:innen von Bündnis 90/Die Grünen und FDP zur Kommunalwahl 2025 in Herne, Sabine von der Beck und Thomas Bloch informierten sich vor Ort über die Arbeit der Fachstelle Eine Welt des Ev. Kirchenkreises.
Beide Politiker:innen zeigten sich erstaunt darüber, welche vielfältige Arbeit unter dem Dach der Fachstelle geleistet wird. Besonders die neu auszurichtende Fachberatung für Betroffenen von Menschenhandel, Zwangsheirat und Häusliche Gewalt fand großes Interesse. Dass es ein massives Unterbringungsproblem, der von Gewalt Betroffenen gibt, war nicht bekannt. Hier wurden aber Ideen und Tipps laut, was man ändern könnte.
Weniger überraschte sie, dass beim Ausländeramt immer noch nicht die Strukturen vorhanden sind, die eine effektive Arbeit ermöglichen. Beide Parteivertreter:innen zeigten sich offen dafür, von anderen Behörden und Kommunen zu lernen und den Einsatz von KI zu fördern. Den ratsuchenden Flüchtlingen müssen Informationskanäle zugänglich sein, die sie beherrschen und leicht zugänglich sind. Sprachliche Hürden sollten endlich überwunden werden und kein Hexenwerk mehr sein im Zeitalter der Digitalisierung. Aber, da waren sich alle am Tisch einig, in puncto Digitalisierung ist Herne leider weit hinter anderen Städten zurück.
Auch das Thema Eine Welt und Nachhaltigkeit wurde diskutiert. Die internationalen Begegnungsformate für Kinder und Jugendliche, wie die Projekte „Globales Lernen mit Weltmusik“ oder die „Kinderkulturkarawane“ stießen auf Interesse. Auch das Thema Nachhaltigkeit und Mobilität wurde intensiv diskutiert. Die Vision einer einzigen Verkehrsgesellschaft im Ruhrgebiet gibt es schon länger, aber die Umsetzung lässt auf sich warten. Den Menschen den Nahverkehr nahezubringen und vor allem schmackhaft zu machen, das ist in ihrem Sinne und wird sicher alle Parteien weiter beschäftigen.